Im Zufahrtsbereich zur Lichtsignalanlage wird die Position des ÖPNV-Fahrzeugs durch Ortssynchronisation physikalisch bestimmt. Je nach örtlicher Gegebenheit werden für die LSA-Beeinflussung 2 bis 4 unterschiedliche Datenfunktelegramme vom ÖPNV-Fahrzeug an die Lichtsignalanlage gesendet:
Das ÖPNV-Beschleunigungssystem KSR
Das KSR-Modul wird hierbei für alle gängigen, auf Datenfunk basierenden LSA-Beeinflussungssysteme eingesetzt. Die gesendeten Datenfunktelegramme werden empfangen, dekodiert, seriell oder parallel aufbereitet.und dem Steuergerät zur Verfügung gestellt. Das Steuergerät verarbeitet alle im Datenfunktelegramm enthaltenen Informationen wie Meldepunktnummer, Fahrplanabweichung und Prioritätskennziffer.
Leistungsmerkmale KSR:
Infrarot-Bake-Funk-Prinzip
Für die Ortssynchronisation wird eine im Zufahrtsbereich zur Kreuzung installierte Infrarot-Ortsbake genutzt. Bei Eintreffen des ÖPNV-Fahrzeugs werden die für die LSA-Anforderung benötigten Meldepunkte von der Bake zum Fahrzeug übertragen. Dieses sendet nun an den jeweiligen Meldepunkten die entsprechenden Datenfunktelegramme zur Lichtsignalanlage.
Fahrzeugautonomes Verfahren
Im Fahrzeug-Bordcomputer werden alle Fahrtrouten und Meldepunkte abgespeichert. Die Positionsbestimmung erfolgt anhand des Wegstreckenzählerstands und der logischen Ortssynchronisation an den Haltestellen. LSA-Anforderungen werden vom Fahrzeug-Bordcomputer übermittelt und gespeichert.
Differential-Global-Positioning-System (D-GPS)
Die physikalische Ortung des Fahrzeugs erfolgt durch satellitengestützte Positionsbestimmung. Bei Erreichen der entsprechenden Koordinaten werden die für die LSA-Beeinflussung notwendigen Datenfunktelegramme zum Steuergerät gesendet.
Dynamische Priorisierung (ÖV-Fahrzeuge als Floating Cars)
Das zu priorisierende Fahrzeug ermittelt durch GPS-gestützte Positionsbestimmung dynamisch seine Restfahrzeiten bis zum Knotenpunkt und nimmt sich per Funkkommunikation mit dem LSA-Steuergerät die Bevorrechtigung.
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